EMDR als Therapiemethode

EMDR ist eine wissenschaftlich erforschte und etablierte Therapiemethode, die vor allem bei der Behandlung von posttraumatischem Stress zum Einsatz kommt. Die Abkürzung EMDR steht dabei für Eye Movement Desensitization and Reprocessing, was auf Deutsch so viel wie „Desensibilisierung und Neuverarbeitung durch Augenbewegung“ bedeutet. Worum es sich hierbei nun aber im Genauen handelt und welche weiteren Behandlungsschwerpunkte sich mit EMDR bearbeiten lassen, erfahren Sie auf dieser Seite.

EMDR als Therapiemethode
EMDR steht für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“ – durch Augenbewegung erfolgt die Desensibilisierung & Neuverarbeitung

EMDR als Therapiemethode ist hervorragend dazu geeignet, um belastende, schlimme Erlebnisse, die einen Menschen emotional aus der Bahn geworfen haben, zu verarbeiten. Hierzu zählen vor allem einschlagende Ereignisse, die unerwartet geschehen. Diese werden aufgrund ihres spontanen Auftretens noch dramatischer erlebt und so fühlt sich der Betroffene zumeist allein, unverstanden oder gar beschämt. Derart schmerzhafte Ereignisse können regelrecht „Spuren im Gehirn“ der Betroffenen hinterlassen und eine Änderung des eigenen Wesens auslösen.

Welche Probleme lassen sich mit EMDR bekämpfen?

Zu den Erlebnissen, von denen hier die Rede ist, zählt etwa der unerwartete Verlust einer nahen Bezugsperson durch Tod oder plötzliches Verlassenwerden. Ebenso können aber auch Ereignisse wie der unerwartete Arbeitsplatzverlust, das Miterleben bzw. die Beteiligung an Unfällen, Gewalterleben oder Mobbing nur schwer verarbeitet werden.

Gerade im sozialen Bereich finden sich weitere potentielle Auslöser für psychischen Stress: Verrat, Vertrauensbruch, gedemütigt oder ausgelacht worden sein vor anderen (z.B. der gesamten Klasse usw.) sollen hier nur einige Beispiele darstellen. Die Quintessenz des Erlebten ist die, dass Betroffene über eine bestimmte Sache nicht hinwegkommen. Wenn sie daran denken, geht ihnen alles erneut sehr nahe und wühlt sie auf – sie fühlen sich enorm belastet.

Auch Diagnoseschocks und schwere Erkrankungen wie Krebs können Menschen „aus der Bahn werfen“ und üben mitunter negativen Einfluss auf die Lebensqualität aus. Aus diesem Grund zählt EMDR auch zu den Therapiemethoden, die bei der psychoonkologischen Betreuung zum Einsatz kommen können.

Wirksamkeit & Funktionsweise von EMDR

EMDR zeichnet sich durch eine schnelle und hohe Wirksamkeit aus und wird dadurch zum idealen Instrument für die nachhaltige Behandlung von Traumata. Verschiedene Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass sich ein großer Anteil der Betroffenen bereits nach wenigen Sitzungen deutlich entlastet fühlt.

Bei der beliebten Therapiemethode handelt es sich um ein komplexes psychotherapeutisches Verfahren, welches von F. Shapiro in den 80er Jahren zur Behandlung in der Traumatherapie entwickelt worden ist. Dabei wird durch eine bilaterale Stimulation das Gehirn unterstützt, die eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren und die belastenden Erinnerungen angemessen zu verarbeiten. Diese Stimulation erfolgt hauptsächlich über Augenbewegungen. Zusätzlich kann eine zunehmende Einbindung des gesamten Körpers hinzugezogen werden.

Jede EMDR-Behandlung gestaltet sich immer individuell. Die Methode folgt grundsätzlich einem standardisierten Vorgehen, welches 8 einzelne Behandlungsphasen umfasst. Sollten Sie noch weitere Fragen haben, zögern Sie bitte nicht, mich direkt zu kontaktieren.